Die fidele Schneiderin Teil 2
“Rate mal”, sagte er provokatorisch, küsste sie und ging zu seinem Fernseher.
Die erste Anprobe bei der Schneiderin ergab sich zwangsläufig zu einer Zeit, da seine Frau nicht im Hause war. Er hatte Spätdienst und sie war von neun Uhr bis siebzehn Uhr im Büro. Ganz so war es mit der Zwangsläufigkeit allerdings nicht. Daniel ging schon mit einer bestimmten Vorahnung oder Vorfreude ins Atelier. Er freute sich irgendwie darauf, vielleicht ein bisschen mit der schönen Frau zu plaudern.
Die Anprobe verlief in solche Bahnen, die seiner Phantasie in etwas entsprachen. Als er die gehefteten Teile - Hose, Weste und Sakko - auf dem Leib hatte, begann für ihn eine kleine Folter. Die Schneiderin zuppelte hier und da, machte an einigen Stellen ein paar Striche mit der Schneiderkreide, trat zwei Schritte zurück und kam wieder ganz dicht heran, um an den Ärmelansätzen noch etwas anzuzeichnen. Ein so großer Mann ist es gewöhnt, viel nach unten gucken. Das tat er auch und sah zwei wunderschöne Brüste frei unter dem leichten Arbeitkittel. Das war wohl der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Entsetzt bemerkte sie, dass unten das Sakko plusterte. Sie knöpfte es auf und sah die Bescherung. “Dafür weiß ich aber kein Rezept”, sagte sie mehr für sich. Wie selbstverständlich fuhr sie mit der flachen Hand über den miserablen Sitz der Hose und machte das Malheur damit noch größer. “Und nun?” überlegte sie laut. “Eine kalte Dusche vielleicht?”
Er wusste später selbst nicht, woher er den Mut genommen hatte. Jedenfalls sagte er: “Ist doch kein Wunder, wenn man mit so zärtlichen Händen befummelt wird.” Gleichzeitig griff er zu ihren Brüsten und fügte hinzu: “Und dann noch die beiden Schmuckstücke unter den Augen.”
Die Reaktion auf seinen Griff war vielversprechend. Sie ließ die Arme einfach herunterhängen und schaute ihn mit großen funkelnden Augen an. Magisch schienen sich ihre Lippen anzuziehen. Immer dichter kamen die Köpfe aufeinander zu. Dann legte sie die Arme um seinen Hals und beantwortete mit einem richtigen Kuss sein erstes Küsschen. Ganz dicht schmiegte sie sich an. Sie musste nicht rätseln, was da an ihrem Bauch stieß und klopfte. Die Lippen wollten gar nicht wieder voneinander lassen. Als er noch einmal zu ihren Brüsten griff, rief sie ihn zur Ordnung: “Wir müssen erst mal das gute Stück in Sicherheit bringen.” Damit meinte sie den halbfertigen Maßanzug. Ganz selbstverständlich knöpfte sie an Sakko und Weste, dann auch noch an der Hose. Es war so herrlich unkompliziert. Nun stand er nur noch in Slip und Socken vor ihr. Ihre Hände machten sich selbstständig. Sie strichen zuerst lüstern über seine Hüften und über den Po. Beim nächsten Kuss schob sie den Slip einfach nach unten und knetete seine Backen. Mit ihrem Arbeitskittel hatte er leichtes Spiel. Nur fünf Knöpfe musste er aufmachen, dann stand sie oben ohne vor ihm. Leise knurrte sie: “Haben wir ein bisschen Zeit?”
“Alle Zeit der Welt. Mein Dienst beginnt erst in drei Stunden.”
Unbekümmert stieg sie aus ihrem Slip, schob auf der Zuschneidetafel ein paar Dinge zur Seite und hechtete sich darauf. “Komm”, gurrte sie und zappelte ungeduldig mit den Beinen. Er kam und sie auch zu seiner Verblüffung sehr schnell. Genauso hatte er sie sich vorgestellt. Wild drängte sie sich ihm entgegen. Ihren Kopf schüttelte sie vor Wonne hin und her. Mit den vulgärsten Ausdrücken warf sie herum. Das machte ihn unheimlich an. Als er sich entzog und in ihrer Faust entspannen durfte, wusste er, er hatte sie dreimal zufrieden gemacht. Glücklich strahlte sie ihn an und sagte: “Mann, ich könnte dir jede Woche einen Maßanzug verpassen!”

